Die Kirche des gut zerkauten Jesus

Johannes 6:
52 Da stritten die Juden untereinander und sprachen: Wie kann dieser uns sein Fleisch zu essen geben?
53 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht esst das Fleisch des Menschensohns und trinkt sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch.
54 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken.
55 Denn mein Fleisch ist die wahre Speise, und mein Blut ist der wahre Trank.
56 Wer mein Fleisch isst und trinkt mein Blut, der bleibt in mir und ich in ihm.

63 Der Geist ist’s, der da lebendig macht; das Fleisch ist nichts nütze. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben.

Oder eine leicht deutlichere Version:
aus dem Griechischen übersetzt von Jan Heilmann:

53 Es sprach nun zu ihnen Jesus: Amen, amen, ich sage euch: Wenn ihr nicht esst das Fleisch des Menschensohnes und nicht trinkt sein Blut, habt ihr kein Leben in Euch. 54 Derjenige, der mein Fleisch kaut und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben und ich werde ihn aufwecken am letzten Tag. 55 Denn mein Fleisch ist wahres Essen und mein Blut ist das wahre Trinken. 56 Derjenige, der mein Fleisch kaut und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm.

63 Der Geist ist es, der lebendig macht, das Fleisch hilft gar nichts. Die Worte, die ich zu euch gesagt habe, sind Geist und sind Leben.

Jan Heilmann ist „evangelischer Theologe“ und beschäftigt sich seit Jahrzehnten, nach eigener Aussage, mit dem „Sinn“ dieser Zeilen. Wenn man das Offensichtliche nicht sehen will oder kann, muß man komplizierte Verrenkungen machen.

Ein bekanntes Beispiel sind die „sieben kristallnen Sphären“, mit denen auf komplizierte Weise die Position der Himmelskörper vorhergesagt wurde, bei der Grundannahme, die Erde sei eine Scheibe in der Mitte des Universums.

Nimmt, man hingegen an, die Erde sein eine Planet, der um die Sonne kreist, welche ihrerseits um ihr Galaxie-Zentrum kreist, welches keinesfalls der Mittelpunkt des Universums ist, wird das Verständnis der „Bewegungsbahnen“ der beobachtbaren Himmelskörper einfach.

Nimmt man an, „Jesus“ sei ein abstraker Gott, der zu einem konkreten Mensch „geworden“ ist, ist dieser Bibelabschnitt, wie die meisten anderen, kaum verständlich und es braucht extreme geistige Verrenkungen und Scheuklappen, um einen Sinn „einzubauen“.

Ist „Jesus“ einfach konkret der „Heilige Pilze“ und abstrakt jeder Mensch, der Hl. Pilze gegessen hat, so ergibt sich der Sinn geradezu trivial.
„Das ewige Leben in sich haben“ ist das einfach eine Umschreibung der Bewusstseinszustands „auf Pilzen“. Die Pilze sollen gut durchgekaut werden, damit sie richtig wirken.

Jeder, der „Jesus‘ Fleisch isst“, ist Jesus. Man kann mit der Annahme, das Neue Testament bestehe aus Wortspielen zu Namen des Heiligen Pilzes, die einfache, oberflächliche Geschichten ergeben, das Neue Testament einfach verstehen und die Geschichten begreifen.

Der Hl. Geist, um den es geht, ist im Fleisch, im Blut. Heute würde man konkret sagen: der Pilz enthält Psilocin. Die Erfahrung, der Pilzgeist spräche zu einem, macht fast jeder, der Hl. Pilze isst.
Diese biblischen Worte transportieren in der Übersetzung zwar nicht mehr die Namen des Hl. Pilzes, aber zeigen doch deutlich, daß die Annahme, es ginge im Neuen Testament um Informationen zu einer entheogenen Religion, geistige Verrenkungen zum Verständnis zu trivialen Beschreibungen werden.

Es ist und war erste und wichtigste Aufgabe der Katholischen Kirche und all ihrer Sekten (inkl. evangelischer Landeskirchen), die Trivialität des Neuen Testaments zu kaschieren und daraus eine Begründung für komplizierte Traktate und Handlungsanweisungen zum Vorteil der Kirchenführung zu machen.

Es ist an der Zeit, die Kirche des gut zerkauten Jesus zu gründen, um die Wahrheit über das Neue Testament und die Beschaffenheit des konkreten Jesus und die Bedeutung der abstrakten Begriffe „Jesus werden und ewige Leben erfahren“ zu verbreiten.

Menschen können auch heute noch Jesus gut durchkauen und zu Jesus werden und somit das ewige Leben und (am Ende der „Pilzreise“) die Resurrektion erfahren. Und sie können feststellen, welcher komplizierte Unsinn „gelehrt“ wird, um eine ganz einfache Sache undurchsichtig und kompliziert zu machen.