Gegendarstellung zum Artikel in Schweiz am Wochenende 1. Juli 2017

https://www.tupg.org/blog/wp-content/uploads/2017/07/schweiz-am-wochenende-pilze.pdf
Nachfolgend mein Kommentar bzw. Gegendarstellung zum Artikel von Herrn Maurer

Zuerst einige Vorbemerkungen:
1. Was Herr Maurer da abliefert, verdient das Prädikat „Lügenpresse halt die Fresse“, denn offensichtlich übernimmt Herr Mauerer die Staatspropaganda bzw. Anklageseite und stellt diese als „Realität“ dar. So funktionieren „Staatliche Medien“ in Diktaturen.
2. Grundsätzlich wird von einem Berichterstatter Neutralität erwartet, was bedeutet, daß er Ansichten der Ankläger und Angeklagten im Konjunktiv darstellt, eben als Ansichten.
Moderne Berichterstattung scheint durchgängig nur noch Staatspropaganda zu transportieren, die Menschen zu belehren und andere Ansichten als Spinnereien (im besten Falle) oder Nazi-Hassrede (im schlechtesten) zu bezeichnen.

Ich werde den gesamten Artikel kommentieren:

Pilz-Pastor kommt vor Gericht
Elf Jahre benötigen Berner Strafverfolger, um dem Guru der «Kirche der Heiligen Pilze» den Prozess zu machen

Das erweckt den Eindruck, der Prozess „sei gemacht“. Es gibt eine Anklage und einen Prozesstermin.
Ich habe mich niemals als Guru bezeichnet noch gesehen, sondern habe Bezeichnungen dieser Art strikt abgelehnt.

Die Berner Justiz arbeitet in einem eigenen
Zeitsystem.

Das ist eine typische Verniedlichung eines Skandals. Würde Herr Maurer in Isolations-Folterhaft gesessen sein, weil er angeblich Nazi-Hetzschriften verbreitet – und müßte dann 11 Jahre darauf warten, sich verteidigen zu dürfen, würde er es anders sehen.

Im Juni 2006 durchsuchte die
Polizei das Hotel Rüschegg-Eywald an der
Grenze zum Kanton Freiburg und nahm
den damals 36-jährigen Betreiber David
Schlesinger fest, weil er einen Versandhan-
del mit verbotenen Drogenpilzen aufgebaut
hatte.

Hier hat Herr Maurer wohl vergessen, was ihm in der Journalisten-Schule sicher beigebracht wurde: hatte sagt die Anklage. Der Berichterstatter hat haben soll zu schreiben, wenn er sich nicht als Propagandist der Staatsanwaltschaft outen will.

Mehr als ein Jahr verbrachte er da-
nach in Untersuchungshaft.

Subtilste Manipulation. Man verbringt ein Jahr im Mutterschaftsurlaub oder auf einer einsamen Insel – ich wurde gegen meinen Willen 421 Tage durch Isolation gefoltert. Meine Familie an den Rand des Zusammenbruchs gebracht.

Mittlerweile ist
er 47 Jahre alt und lebt auf Gran Canaria.

Was tut das zur Sache? Aber wenigstens entspricht es den Tatsachen – oder soll das eine „kleine Wahrheit“ sein, die den Leser dazu bringt die anderen Lügen zu glauben?

Die Berner Staatsanwaltschaft benötigte
zehn Jahre, um die Anklageschrift zu er-
stellen.

Hier wäre es vielleicht angebracht mal zu recherchieren, bei vielen anderen Fällen welcher Art die Staatsanwaltschaft ähnliche lange brauchte.

Sie umfasst zwar 126 Seiten, die
der «Schweiz am Wochenende» vorliegen,
und die Akten füllen 44 Bundesordner.

Und dafür sind 10 Jahre „Arbeit“ angemessen? Oder ist davon auszugehen, daß das auch in 3 Monaten erledigt hätte werden können, mit ausreichend Personaleinsatz?

Doch ganz so gross, wie die Staatsanwalt-
schaft ursprünglich annahm, ist der Fall
nicht. Sie musste mehrmals über die Bücher
und die Anklage anpassen. Die Staatsan-
wältin blitzte mit einem Antrag für eine
Behandlung durch ein Dreiergericht ab.

Nun wird Herr Maurer wieder persönlich, obgleich Journalisten ihre Meinung heraushalten sollen:
ist der Fall nicht.
Richtig wäre: … ist der Fall offensichtlich oder scheinbar oder für die Justiz nicht

Dieses kann Freiheitsstrafen von mehr als
zwei Jahren sprechen. Das Regionalgericht
Bern-Mittelland delegiert allerdings nur
einen Einzelrichter, die kleinste Gerichts-
form mit Strafen von höchstens zwei Jahren.

Die in fast allen Fällen „bedingt“ ausgesprochen werden… naja, das sähe wohl zu lächerlich aus.

Der Prozess ist auf November angesetzt.

Genau! Wieder ein brillianter Satz 100%iger Wahrheit.

«Das Fleisch Gottes»

Schön! Dafür alleine hat sich der Artikel gelohnt egal wie lächerlich Herr Maurer das finden mag!

Schlesinger kündigt auf Anfrage an, er
werde für die Verhandlung in die Schweiz
fliegen.

Ganz nebenbei ist persönliches Erscheinen angeordnet und ich will doch keine Gesetze verletzen das machen nur die Polizisten und Staatsanwälte! Aber klar ich warte seit 18 Jahren auf diesen Prozess so werde ich ihm mir kaum entgehen lassen…

Der gebürtige Deutsche hofft auf
einen «epochalen Prozess», der einen Bei-
trag zur Drogenlegalisierung leistet.

Der erste Teil stimmt FAST, der zweite ist eine falsche Unterstellung!
Ich bin zwar in Deutschland geboren – aber als Kind von Tschechen und bin also „ein in Deutschland geborener und mit 13 Jahren eingedeutschter Tscheche“. Das ist aber eigentlich egal, wichtig ist: Ich kann und will keinen Beitrag zur Drogenlegalisierung leisten. Dazu https://www.tupg.org/blog/?p=66&preview=true.
Ich will nur, daß das Betäubungsmittel-Gesetz wortwörtlich und also im geschriebenen Wortsinn angewendet wird – und nicht „so ungefähr, also Sinn-gemäß, im Sinne der menschenverachtenden, selbst-verliebten inquisitorischen und besserwisserischen Hetzer bei der Polizei und Staatsanwaltschaft“

Wenn das BetMG „willkürlich“ im Sinne der Staatsanwaltschaft ausgelegt werden darf, ist die Schweiz kein Rechtsstaat, sondern ein Willkür-Regime

Um das Interesse zu steigern, hat er einen Blog
eingerichtet.

Um den Lügen- Propaganda-Medien bzw. der totalen Verschweigung und Klüngelei der Schweizer Justiz entgegen zu wirken. Wäre korrekt gewesen, die URL des Blogs zu erwähnen – aber das hat er sich nicht getraut, das wäre ja aus seiner Sicht „Drogenverherrlichung“ geworden…

Dieser zeigt, dass Schlesinger
noch immer glaubt, was er vor einem Jahr-
zehnt als Gründer der «Sacred Mushroom
Church of Switzerland» propagierte, der
«Kirche der Heiligen Pilze».

Natürlich, die Wahrheit ändert sich ja nicht. Herr Maurer glaubt hingegen immer noch den Lügen, die die Propaganda-Medien in der Schweiz seit 2001 gestreut haben. Das ist peinlich.

Der selbst ernannte Pastor sieht psychedelische Pilze,

Gott hat mich ernannt! Er hat zu mir gesprochen und gesagt: DU sollst der Pilzpastor sein!
Also was sollte ich Gott sagen? Nee, mach’s selbst? Haha, ich will den sehen, der nicht tut, was Gott ihm persönlich aufträgt…
Aber für die sich selbst für extrem klug und aufgeklärt ernannten bin ich gerne „selbst ernannt“.

die eine ähnliche Wirkung wie LSD haben,

Natürlich, diesen Satz, der zwar oberlächlich richtig scheint, aber völlig falsch ist und gerne durch die Justiz missbraucht und absichtlich missverstanden wird, musste Herr Maurer einbauen.
Ein Baum ist dem Nitroglycerin auch ähnlich: beide brennen!
Allerdings ist ein Baum etwas Natürliches, mit dem die anderen Organismen dieser Welt in Jahrmillionen zu leben gelernt haben, wo hingegen LSD bzw. Nitroglycerin eine Erfindung des Menschen ist, die nicht einmal 100 Jahre alt ist und viel Gefahrenpotential birgt, daß die Pilze eben nicht haben!

als das «Fleisch Gottes».

Oh, das habe ICH mir doch nicht ausgedacht! Jahrtausende lang nennen Menschen die Hl. Pilze „Fleisch Gottes“, „Teonanácatl“, „Jesus Christus“… es gibt genug historische und sogar heutige Beweise für diese Ausdrücke im Zusammenhang mit Hl. Pilzen.

Fest steht: Ob die Kirchenmitglieder nun gläubig waren oder
nicht, allen war eine veränderte Sinnes-
wahrnehmung garantiert.

Was ist denn das für ein Satz, wo steht das fest?
Was hat denn Religion mit „Glauben“ zu tun? Das Essen des Hl. Pilzes ist die Religion, so hat es JESUS im neuen Testament gesagt. Bauten, Bücher, Glauben… das hat er alles als FALSCHE Religion abgelehnt.
Eine veränderte Sinneswahrnehmung garantiert das eintauchen des Kopfes unter Wasser.

Das Geschäftsmodell war simpel. Für 120
Franken konnte jede Person Mitglied der
als Verein geführten Kirche werden und
dafür das «Sakrament» entgegennehmen.

Da weiß er mehr als ich und die Staatsanwaltschaft! Und wieder kein „angeblich“ oder „soll er“.
Das Geschäftsmodel war NOCH EINFACHER.
Es ist in der Bibel beschrieben, Apostelgeschichte 4, 35:
und legten ihn[=sie, die Spende] nieder zu den Füßen der Apostel; es wurde aber jedem zugeteilt, so wie einer Bedürfnis hatte.

Auch wer eine Spende überwies, kriegte
per Post die dem Grammpreis entspre-
chende Menge an Trockenpilzen.

Nein, das ist eine grobe Unterstellung und könnte direkt aus dem Mund der Anklage stammen!
Ich wiederhole, Apostelgeschichte 4,Vers 36:
[..] es wurde aber jedem zugeteilt, so wie einer Bedürfnis hatte.

Der Guru
belieferte Kunden in der Schweiz, Deutsch-land,
Österreich und sogar in den USA.

Wenistens gibt die Staatsanwaltschaft zu, daß einer solange unschuldig ist, solange er nicht rechtskräftig schuldig gesprochen wurde. Für Herrn Maurer sind die Worte der Staatsanwaltschaft offenkundig keines Konjuktivs wert.

Die
Drogen bestellte er in Holland;

Welche Drogen?

doch ein
Teil wurde am Zoll in Basel abgefangen.

Nachdem zuerst eine Import-Erlaubnis erteilt wurde, wurden die Transporteure an der Grenze verhaftet und die legalen NL- Frischpilze vom Zoll beschlagnahmt und die ganze Sache unter den Teppich gekehrt.

Die
«Kirche der Heiligen Pilze» unterhielt zudem
ein eigenes Zuchtprogramm.

Wäre ein „angeblich“ nicht angebracht?

In anderthalb
Jahren erzielte Schlesinger einen Erlös von
rund 400 000 Franken.

Wie wäre es mit „laut Staatsanwaltschaft“?

Damit finanzierte
er den Betrieb seines Gasthauses, das er
«Hexenhotel» nannte und in dem er Partys
für 300 Personen organisierte

Kein Konjunktiv, kein Angeblich, nichts!

Die Gäste
erhielten 10 bis 60 Gramm frische Pilze.

Woher der das alles weiß… wieso kann er bloß keinen Konjunktiv?

Nachdem Schlesinger das Hotel über-
nommen hatte, warb er 2005 in der «Ber-
ner Zeitung» um das Vertrauen der Dorf-
bevölkerung.

2006, aber gut, so genau brauchen es Journalisten wohl nicht zu nehmen. Wir haben uns vorgestellt, wie man das wohl erwartet,nicht?

Er kündigte «gesundheitsbe-
wusste, rauch- und möglichst drogenfreie»
Partys an. Dass er schon damals als Pilz-
Guru auftrat, machte den Journalisten
nicht stutzig.

Vielleicht waren die noch nicht so ideologisch indoktriniert? Genau möglichst Drogen-frei. Vor allem KEIN (harter) ALKOHOL keine chemischen Substanzen.
Hl. Pilze sind KEINE DROGEN selbst wenn Herr Maurer das nicht verstehen kann.

Dieser rapportierte, die Hotel-
küche werde Pilzgerichte in verschiedens-
ten Formen, aber kein Schnitzel mit Pom-
mes zubereiten.

Schnitzel mit Pommes und Cola hat schon vorher zum Konkurs geführt, sieht aber prima aus, oder?
Wir hatten sehr gutes Essen, OHNE HL. PILZE!, gesund, vegetarisch, mit gesunden Getränken und Tees, Kaffee und weichem Alkohl: Bier und Wein.
Hier wird wieder gehetzt, als ob es nicht auch neutral und wahrheitsgemäße Berichterstattung gäbe!

Die Droge feiert ein Comeback

Welche Droge? Dummheit?

Die Razzia im Jahr 2006 führte in der
Schweizer Kriminalstatistik zu einem Re-
kord an verzeigten Konsumenten.

Von denen sich kein einziger gegen den Gesetzesbruch wehrte, weil sie die Konsequenzen des Kampfes für Wahrheit und Gerechtigkeit fürchteten.

Erst seit
2004 verfolgt die Polizei den Konsum als
Verstoss gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Wieso nicht 2002 oder 2008? 2002 hat die Swissmedic die Liste erweitert, 2008 wurden durch den Souverän Abhängigkeit-erzeugende halluzinogene Pilze ins Gesetz aufgenommen.

Halluzinogene wie psilocybin- und psilocin-
haltige Pilze werden darin als abhängig-
keitserzeugende Stoffe behandelt.

Herr Maurer ist Dr. Jus, Rechtsexperte und kennt sich aus. Er wiederholt die Staatsanwaltschaft und das ohne jegliche Distanz.

In der
Wissenschaft haben psychedelische Pilze
und LSD in der Zwischenzeit ein Comeback
erlebt.

Immer diese Verbindung von Hl. Pilzen mit LSD. Klar, LSD hat ein Schweizer erfunden, das macht natürlich stolz, aber wo in der Wissenschaft Hl. Pilze verwendet werden, ist nicht nachvollziehbar dargestellt.

Forscher der Universitäten Basel
und Zürich führen nach einer langen Pause
wieder Studien über die Verwendung der
Drogen für Psychotherapien durch.

Der Versuch zu relativieren. Es gibt kein Suchtpotential bzgl. Hl. Pilze, aber es gibt ein Missbrauchs-Potential mit potentiell großen Schäden bzgl. LSD. Nicht das ich für ein Verbot bin – aber immer dieses Mischen von zwei so völlig unterschiedlichen Dingen!

Mit der Menge Hl. Pilze für eine kleinen religiösen Erfahrung EINER Person in Gramm LSD könnte man 10 Tausend Menschen in einen sehr heftigen LSD-Rausch versetzen – das ist doch völlig etwas anderes. Hl. Pilze sind Natur und wurden Jahrtausende lang von Menschen gegessen!
Hl. Pilze wirken anders auf Rezeptoren im Gehirn, zumal nicht auf Dopamin-Rezeptoren, wie LSD und Mengen zu einem „täglichen Missbrauch“ kann niemand essen, völlig ausgeschlossen.
Bei LSD geht es schon, auch wenn es nicht üblich ist.

Sie ge-
hen dabei nicht von einem Suchtpotenzial
aus.

Das gab es bei Pilze nie und wurde seit 1998 verneint. Das ist keine „neue Erkenntnis“.

Das Berner Gerichtsverfahren wird
nun zeigen, ob die Richter wie die Natur-
wissenschafter die Droge heute anders
beurteilen.

Es wird sich zeigen, ob die Richter die Realität und Wahrheit als etwas akzeptieren, an dem man sich orientiert, oder ob die Ideologie und Lüge das einzige ist, was zählt.

Es ist allerdings nicht davon
auszugehen.

Wieso, sind Richter für ihre Realitätsverweigerung in der Schweiz bekannt?

Schlesinger ist angeklagt
wegen gewerbsmässiger Widerhandlungen
gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Die Gefährdung einer großen Anzahl Menschen in ihrer Gesundheit hat er vergessen. Klingt zu absurd?

Sogar die Berichterstattung über die Pilze
kann heikel sein. Eine SRF-Journalistin, die
2008 eine «Rundschau»-Reportage über
Schlesinger machte, wurde von einer Pri-
vatperson wegen Anstiftung zum Drogen-
konsum angezeigt.

Nun, Maurer hat da wohl nichts zu befürchten, der berichtet staatskonform im Sinne des vorherrschenden Lügengebäudes.

Die Staatsanwältin traf
Abklärungen, eröffnete aber schliesslich
kein Verfahren. Doch allein dieser Vorgang,
der normalerweise einige Monate in An-
spruch nimmt, dauerte sieben Jahre.

Nach sieben Jahren war es VERJÄHRT…

Und noch die Bildunterschrift, die ist wirklich grob!

Der als Freikirche
getarnte Handel
mit Zauberpilzen
flog 2006 auf.
Deshalb verfolgte
die Polizei in
diesem Jahr am
meisten Konsu-
menten. Th

In Afghanistan, wo der Besitz von und Handel mit Bibeln verboten ist, stünde dann:
Die als Christen getarnten Bibelschmuggler wurden gefasst.
Und gleich gesteinigt.
Im Ernst: die Kirche der Hl. Pilze ist also ein Deckmantel für die Heiligen Pilze? WAS erwartet der Schreiberling, daß in der Kirche der HEILIGEN PILZE als Sakrament verteilt wird? Kann man es noch klarer sagen – oder ist in der Schweiz alles immer ein Deckmandel und kein Schweizer Journalist kann sich meine Deutlichkeit und Klarheit vorstellen?

Natürlich und für alle OFFENSICHTLICH geht es bei der Kirche der HEILIGEN Pilze um HEILIGE Pilze. Offener kann man es – glaube ich – nicht ausdrücken – aber „Th“ scheint einfach komplett im Sumpf der Propaganda gefangen zu sein und den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen zu können.