Brief an Herrn Maurer wegen Swissmedic

Bester Herr Maurer

Noch ein Wort zur Swissmedic. Die Swissmedic ist kein Organ des Staates und kann Gesetze nicht ändern. Nur der Gesetzgeber darf Gesetze ändern und zwar unter Mitwirkung oder zumindest Beobachtung durch den Souverän.

Die Aufgabe der Swissmedic ist es (unter anderem), vollständig, eindeutig und ABSCHLIESSEND aufzulisten, was mit den im Gesetz allgemein gehaltenen Begriffen, etwa „psychotrope Stoffe“, genau gemeint ist.

Die Swissmedic hat aber nicht die Befugnis, etwas aufzulisten, was NICHT unter das Gesetz fallen KANN. Sie würde damit das Gesetz ändern können und zwar völlig ohne daß das Volk oder die Regierung diese Änderung überhaupt bewußt mitbekommen würde.

Die Swissmedic hat im vorliegenden Fall – vermutlich auf geheiß der Bundesrichter, den Souverän HINTERGANGEN und ihre Kompetenz überschritten.

Obgleich NICHT Abhängigkeit-erzeugende Pilze vom CH-BetmG 2002 gar nicht umfaßt sein KONNTEN, wurde seitens der Swissmedic eine „Lücke“ geschlossen und dem (desinteressierten bis aufgehetzen) Volk auch so vermittelt: es sollte so aussehen, als seien Pilze dem BetMG theoretisch schon unterstellt, nur sei das in der Swissmedic -Liste vergessen worden, weswegen dieses Versäumnis ohne weitere gesetzgeberischen Schritte nachgeholt werden konnte.

Das ist so dreist gelogen und so klar Recht gebrochen – ich konnte nicht verstehen, wieso das 2002 überhaupt niemanden von den Medien interessiert hat.

Wozu sind denn die Medien da, wenn nicht Gesetzesbrüche der Justiz öffentlich zu machen? Nur die Medien können die Justiz zwingen, sich an die Gesetze zu halten, wenn die Medien der eigenen Justiz gegenüber UNKRITISCH sind, dann mißbraucht diese Gewalt im Staate ihre Gewalt zum eigenen Wachstum auf KOSTEN der Menschen.

Keiner wird die Notwendigkeit der Justiz für einen funktionierenden Staat leugnen, ABER keiner wird auch der Meinung sei, der Justiapparat sollte möglichst aufgebläht sein und – da komplett unproduktiv – sich immer weitere Schickanen für das Volk ausdenken, um ein gutes Auskommen zu haben.

WER soll der Justiz auf die Finger schauen, wenn nicht die Medien? DIe Justiz ist die mächtigste Macht und als erstes schüchtert sie Journalisten ein, um ihre Macht zu sichern. Eine Justiz, die korrekt arbeitet braucht das nicht, die kann TRANSPARENT sein.

Aber sieben Jahre gegen Frau Brand ermitteln, anstatt die Anzeige sofort und öffentlichkeitswirksam abzuschmettern und die Informationsfreiheit hoch zu halten, das spricht doch Bände!

Die von Ihnen aufgezählte Menge an Akten hatte die Frau nach 10 Monaten zusammen, seit dem hat sich nicht verändert. Recherchieren Sie mal, bei welchen Fällen die Justiz 10 Jahre brauchte, um die Anklage fertig zu stellen…

Zurück zur Swissmedic: Die Justizbeamten sind gewohnt, die Liste zu gebrauchen und nehmen einfach an, alles was da ist, ist rechtens da, sonst würde sich schon jemand wehren (sic!).
Bei den Pilzen aber steht weder eindeutig, noch abschließend, welche verboten sein sollen. Man hätte ja „Psilocibin-haltige Pilze“ reinschreiben können, nicht wahr?

Hat man nicht und Abhängigkeit-erzeugende Psilocibin-haltige Pilze gibt es auch nicht, es würde an der Grundargumentation nichts ändern – aber es zeigt, wie „unzulässig bis ins letzte Wort“ der Neueintrag war, weil er keinen der geforderten Punkte erfüllt.

Halluzinogene Pilze gibt es nicht. Wie schön gesagt wird: „Psilocibin-haltige Pilze GELTEN ALS halluzinogen“. Das bedeutet logisch: sie sind es NICHT, aber verschiedenen Teile der Bevölkerung wollen es so behaupten.
Halluzinogen ist ALKOHOL (in der Endphase der Sucht). Mit den „Halluzinogenen“ im BetMG, MDMA, Amphetamine, LSD… haben Hl. Pilze GAR NICHTS zu tun, was die GEFAHREN angeht. Es sind allesamt SUBSTANZEN, vom Menschen erfundene Substanzen.

Vielleicht kann man die pathologische Bezeichnung „Halluzination“ irgendwie auf diese Substanzen beziehen ohne daß es totaler Unsinn ist, da kenne ich mich zu wenig aus – aber was Hl. Pilze angeht ist es Unsinn.

Halluzinationen sind ein Symptom der Alkoholsucht und also eine durch Alkohlmißbrauch ERZEUGTE Krankheit, die der Mensch nicht hätte, würde der den Alkohol nicht mißbrauchen.

Aber Hl. Pilze ERZEUGEN KEINE KRANKHEITEN! Ein gesunder Mensch wird nicht krank, wenn er Hl. Pilze ißt und mißbrauchen wie Substanzen kann man Hl. Pilze schon gar nicht.

Deswegen wird im wissenschaftlich-medizinischen Bereich auch nicht von Halluzinogenen gesprochen und die „akuten Symptome nach Konsum von z.B. LSD „Pseudohalluzinationen“, „Modell-Psychosen“ usf. genannt.

Die Swissmedic hätte „psychedelische Pilze“ schreiben können und es wäre wenigstens klar, welche sie meinen.

Nun sind in der Schweiz also Abhängigkeit-erzeugende halluzinogene Pilze verboten. Damit obliegt es der ANKLAGE mir nach zu weisen, die Hl. Pilze seien damit gemeint, also Abhängigkeit-erzeugend UND halluzinogen, also Krankheitserzeugend (wie Alkohol es ist).

Der Anklage aber reicht es, nachzuweisen, das Psilocybin in den Pilzen ist und schon unterstellen sie dem Pilz die dem Reinstoff fälschlicher Weise unterstellten Eigenschaften.
Das ist besonders heimtückisch, denn es klingt so logisch!

Aber eine Menge Organismen, die gegessen werden, haben Substanzen in sich, die für sich als Reinsubstanz genommen, gefährlich sind. Erdbeeren und Tomaten zum Beispiel.

Man müsste annehmen, daß erst einmal NACHGEWIESEN werden muß, daß die gefährlichen Eigenschaften in dem Lebensmittel auch enthalten sind und dann abschätzen, in wie fern es eingeschränkt wird, um die Gesundheit der Konsumenten nicht zu gefährden.

Bei Pilzen reicht es eine Lüge mit der anderen zu begründen und gut ist: auch für die Medien, WEITER gefragt wird nicht. Kapitulation vor der Justiz auch in dem Bereich? Klar, da die „Reinsubstanzen“ weder Abhängigkeit- noch Krankheit-erzeugend sind – und zudem nirgendwo „konsumiert“ werden, keine Daten zu Problemen erzeugen, können es die Pilze erst recht nicht. Also macht man natürlich keine Abklärung, sondern hofft, die Lüge weiter transportieren zu können und den Zirkelschluß zu schließen!

Die Staatsanwaltschaft muß nicht beweisen, daß Psilocibin in den Pilzen ist, sondern daß sie ABHÄNGIGKEIT erzeugen und KRANK machen (halluzinogen wirken). Das erste zu beweisen ist einfach und das zweite unmöglich.

Also wird das Erste bewiesen und das Gesetz bißchen gebeugt, ein paar „gelten als“ in die Beweiskette gefügt und schon ist auch für Sie klar: die Hl. Pilze sind verboten – obgleich dies gar nicht möglich ist, ohne das Gesetz entsprechend zu ändern, was, bei korrekter Information über die Zauberpilze wohl kaum geschähe.

Beste Grüße
Pastor David

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